Home

A.N.U.-Touristik

Infos

Hier sind ein paar Infos zu Indonesien zusammengestellt:
(nach: Polyglott; Indonesien Land & Leute; zu bestellen z.B.. bei Amazon)

Polyglott Land & Leute

Aberglaube
Allgemein
Animismus
Chinesen
Christen

Geschichte
Ikat
Islam
Komodo-Waran
Landschaft

Megawati
Religion
Rupia
Sprache
Sprachkunde
Strom

Suharto
Unabhngigkeits-
 erklrung

Whrung
Wirtschaft

Allgemein:

Tanah air = Land und Wasser
13.000 Inseln mehr als 3000 bewohnt
Beiderseits des quators (nrdl. v. Australien). Die Ausdehnung von Sumatra nach Irian Jaya im Osten entspricht der Entfernung von Europa nach  Amerika.

Indonesien besitzt eine vielfltig gegliederte Landschaft.
Von tropischen Regenwldern ber Bergregenwlder mit Palmen und Nadelhlzern gleichzeitig bis zu trockenen Steppen, von Vulkankegeln (bis zu  5.000m hoch) bis hin zu traumhaft weien, gelben, roten oder schwarzen Sandstnden.
Indonesiens Wahlspruch “Einheit in der Vielfalt” wird verstndlich wenn man allein bedenkt welche verschiedenen Kulturen auf Indonesien existieren. Von den sogenannten “primitiven”  Kulturen der Papua ber verschiedene Zwischenstufen bis hin zu westlich orientierten auf Java. Dies war und ist natrlich ein Spannungsfeld.

Mit einer Bevlkerungszahl von mehr als 240 Mio. liegt Indonesien an 4. Position weltweit (2010).

Oben

Sprache:

Es werden mehr als 300 Sprachen und Dialekte gesprochen teilweise so unterschiedlich wie Spanisch und Polnisch. Die Ursache hierfr liegt wahrscheinlich in der Tatsache, dass frher fast jede Insel ein eigenstndiges Knigreich  war, auf manch greren Inseln gab es sogar mehrere. Diese waren soweit rumlich voneinander getrennt, dass sich diese Sprachenvielfalt entwickeln konnte.
Diese Vielfalt bedurfte auch einer Einheit: Bahasa Indonesiea, das  Indonesisch. Indonesisch ist also eine geschaffene Sprache, mglichst einfach gehalten in ihrer Struktur und Grammatik, ohne Deklination ohne Konjugation ohne echte Zeiten. Die Sprache basiert auf einer Mischung aus dem  Maleiischen, Balinesieschen mit einigen Niederlndischen Worten.

Oben

Geschichte:

Erste vorgeschichtliche Spuren datiert auf ca. 500.000 v.Chr. hinterlie der “Javamensch”.
Im 1. Jahrhundert bringen Hndler und buddhistisch Mnche den Buddhismus angefangen vom westlichen Sumatra bis nach Java. Die  Bltezeit erlebt der Buddhismus etwa im 8. – 9. Jhd., in dieser Zeit entsteht auch der Borobodur und endet etwa im 12. Jhd..
Im 13. Jhd. herrscht auf Bali das hinduistische Imperium als Agrarstaat mit Reis und Gewrzhandel
Ab dem 14. Jhd. geschieht ein machtvolles Vordringen des Islam.
Im 16. Jhd. gelangen die Portugiesen und die Spanier auf der Suche nach den legendren “Gewrzinseln” nach Indonesien. Ende des 16. Jhd. kamen dann die  Hollnder ins indonesische Inselreich. Diese grndeten die “Vereinigte oostindische Companie” (VOC), rissen den Handel an sich und vertrieben die Spanier und die Portugiesen.
Anfang des 20. Jhd. war ganz Indonesien niederlndische Kolonie.
1942 endete die Macht Hollands nach vielen Kmpfen und Indonesien wurde brutal von Japan unterworfen.

17.08.1945 zwei Tage nach der Kapitulation Japans wurde Indonesien selbststndig und die Republik durch Sukarno ausgerufen. Zwei Jahre spter wurde Sukarno Prsident. Schon damals gab es Autonomie  Bestrebungen radikaler islamischer Krfte auf den Molukken, West-Java und in Nord-Sumatra. Die antiwestliche Politik Sukarnos sollte als Ablenkung von der innenpolitischen Krise dienen.
1965 Putsch des Militrs unter Major-General Suharto
1968 wurde Suharto Prsident von Indonesien.
1975 wurde Ost-Timor (noch Kolonie der Portugiesen) gewaltsam annektiert.
1998 Die Asienkriese und  allgemeine Innenpolitische Grnde fhren zur Absetzung von Prsident Suharto. Mit einer bergangsregierung von Habibi.
1999 erste freie Wahlen in Indonesien Rahman-Wahid wird erster gewhlter Prsident und Frau Megawati Sukarnoputri Vizeprsidentin.
2001 Abdul Rahman-Wahid wird seines Amtes enthoben und Frau Megawati wird als erste Frau in der Geschichte Indonesiens Prsidentin.
seit 2004
ist Susilo Bambang Yudhoyono Prsident

Oben

Religion:

Der Glauben an einen allmchtigen Gott – welcher Religion auch immer – Hinduismus, Buddhismus, Islam, Christentum, und vorhandene magisch-mystische Vorstellungen steht als Leitsatz ber alle indonesischen Religionen. Vermutlich diese gemeinsamen Wurzeln bedingen ein relativ friedliches Miteinander.
87% der Bevlkerung sind Anhnger des Islam. Von radikalen Formen mit islamischen Recht wie z.B. in Aceh in Nordsumatra bis zum sog. “Tropen Islam” als sehr liberale, hinduistisch islamische Mischform mit einem Gott und vielen kleineren Gttern.
Auf Bali hat sich eine eigene Form des Hinduismus entwickelt. Ihr oberster Gott ist eine Einigkeit der drei Gtter: Brahma, Vishnu und Shiva. Es wird immer nach Harmonie gestrebt. Dem Oberirdischen wird gehuldigt, das  Unterirdische mu besnftigt werden.
10% sind Christen wobei 1/3 davon katholisch sind (Flores, Ambon, Timor) und der Rest protestantisch (Nordsumatra, Sulawesi)
Der Animismus, mit offiziell unter 1%  Angehrigen, ist aber noch recht weit verbreitet und es gibt viele Mischformen mit all den anderen Religionen. Ahnenkult, Geisterbeschwrungen, Schamanen, Magie sind in Indonesien noch allgegenwrtig.
Konflikte zwischen den  Angehrigen der verschiedenen Religionen, lassen sich oft nicht nur auf die Religion zurckfhren. Ethnische und vor allem wirtschaftliche Grnde spielen eine groe Rolle. Diese haben ihren Ursprung in der Kolonialzeit und der  Migrationspolitik.

Die Chinesen (knapp 3%) im Land, meist Christen oder Buddhisten, heben sich von der Mehrheit der Bevlkerung durch ihren Wohlstand und ihren Unternehmergeist ab. Ihre Vorfahren waren Kaufleute und Hndler aber auch Arbeitskrfte auf den Plantagen der Kolonialzeit. Sie stellen heute die wirtschaftlich strkste Gruppe, sie kontrollieren ca. 70% des privaten Reichtums, sowie ein Groteil des Verkaufs- und Banksektors. Auch der zwiespltige Kurs Suhartos trug nicht zur Verbesserung ihres Ansehens in der Bevlkerung bei. Zum Einen untersttzte er einige chinesische “Freunde”, zum anderen wollte er eine nationale Einheit schaffen, indem er chinesische Sprachbcher und Lesematerial verbot, aber wiederum in den “einheitlichen” Ausweisen die Ethnische Herkunft der Chinesen gekennzeichnet war.

Oben

Aberglaube

Aninmismus, der Glaube an die Beseeltheit und die Krfte der Natur ist bei allen Vlkern Indonesiens noch immer fest verwurzelt und ein mehr oder weniger wichtiger Bestandteil des indonesischen Alltags. Geisterhaft  Naturmchte hausen in Bumen, Flssen, auf Bergen und anderen besonderen Orten. Sie bestimmen ber Glck oder Unglck, Krankheit oder Gesundheit.
Die Rituale mit diesen Geistern, Dmonen, Hexen und Ungeheuern sind von Insel  zu Insel, ja von Gebiet zu Gebiet unterschiedlich. Doch wie so oft, habt das Bte eine Gemeinsamkeit: es kann abgewendet werden und zwar durch Bestechung. Es gilt: je hher die Bestechung, desto grer der Schutz und das  Wohlwollen der Geister. So unterschiedlich das Heer von Dmonen und bsen Geistern ist so unterschiedlich auch die Vorgehensweise. An den bekannten Orten werden deshalb kleine Opfergaben, wie Blumen, Reis Obst oder Weihrauch  ausgebracht. Im Geisterglaube auf Bali z.B. gibt es  manche Dmonen, die anscheinend nicht besonders intelligent, dafr aber und so schneller in der Fortbewegung sind. Diese Dmonen lassen sich einfach dadurch fernhalten, dass eine Mauer direkt hinter den Eingangstor plaziert diese Dmonen abhlt, sie laufen einfach gegen die Wand!
Weit verbreitet sind Amulette, Talismane, Fetische und Glckszeichen. Mit Zeremonien werden z.B. bei einem Bauvorhaben die Geister ausgetrieben. Eine wichtige Rolle als Mittler zwischen den Welten spielt der Dukun.  Eine Art Medizinmann, der bei allen wichtigen Ereignissen, wie Familienzeremonien, Aussaat oder Ernte und bei Erkrankungen gerufen wird. Er kann schwarze Magie abwenden Kranke heilen und vermag die Zukunft zu sehen.

Oben

Wirtschaft / Export:

Die groe asiatische Wirtschaftskrise traf Indonesien besonders hart. Durch den Anstieg der Lebenshaltungskosten, besonders durch die Erhhung der Preise von vorher subventionierten Grundnahrungsmitteln, sind viele Menschen mit  geringen Einkommen unter das Existenzminimum gefallen. Devisen bringen in Indonesien vor allem der Export von l und Gas (weltgrter Exporteur), Holz, Gummi, Bekleidung und landwirtschaftliche Produkte wie Reis , Mais, Soja,  Kakao.... die wichtigsten Handelspartner waren 1998 Japan, USA und Singapore.

Oben

Ikat (indon. fr abbinden, abdecken)

Noch heute finden die alten Webgerte mit Rckengurt und Joch in nahezu ursprnglicher Form Verwendung.
Es gibt verschiedene Arten von Ikatweberei. Der Kettikat, der Schuikat und der Doppelikat. Beim Kettikat wird das Muster  nur in die Kettfden und beim Schussikat nur in die Schufden gebracht. Bein Doppelikat werden beide, sowohl Kett- als auch Schufden mit dem Muster versehen. Dies geschieht durch abbinden der einzelnen Fden mit Bast o. .,  so dass die Farbe beim mehrfachen Frben nicht unter die Knoten luft. Anschlieend mssen die gefrbten Fden in der richtigen Position verwoben werden. Beim Doppelikat ist die mit einer sehr groen Przision verbunden. Das  Wissen ber diese Technik wird nur mndlich von Mutter zur Tochter berliefert.
Traditionell werden nur Naturfarben z.B. Indigo verwendet. Diese werden aber nach und nach durch Anilinfarben ersetzt. Das Weben ist reine  Frauensache und war frher eine rituelle Handlung. Die Muster sollten gegen verschiedene Krankheiten, bse Geister und anderes bel Schutz bieten. Sogar die Baumwolle wurde rituell nur an bestimmten Tagen gepflanzt und  geerntet. Trotz der Vernderungen spielt der Sarong heute noch als Hochzeitsgabe und bei Zeremonien, sowie als Familienschatz eine groe Rolle.
Der Einfluss der verschiedenen Religionen in den Mustern ist nicht zu  bersehen. Whrend sich der Hinduismus noch mit den vorhandenen Naturreligionen vermischte, vernderte der spter massiv sich verbreitende Islam die ursprnglich weiblichen Gottheiten als Muster zu Symbolen mnnlicher Macht.  Auch der Einfluss des Christentums wird deutlich, durch die hufigere Verwendung von christlichen Symbolen und weniger krperlichen Darstellungen. Die noch am ursprnglichsten Muster mit teilweise stark abstrahierten weiblichen  Mustern z.B. der Gebrhaltung sind wohl noch auf Mittel-Flores zu finden. einzigartig sind dort auch die dreigeteilten Ikat-Sarong mit einen getrennten Mittelteil, das meist ein Rauten- oder Floralmuster zeigt.

Oben

PROKLAMASI

Kami bangsa Indonesia desgan ini menjatakan Kemerdekaan Indonesia.
Hal-hal jang mengenai pemindahan kekoeasaan d.l.l. diselenggarakan denga tjara saksama dan dalem tempo jang sesingkat-singkatnja.

Djakarta, hari 17 boelean 8 tahoen 45.
Nationalhymne

Atas nama bangsa Indonesia.

Soekarno / Hatta.

Oben

ERKLRUNG

Wir, das Volk von Indonesien, erklren hiemit die Unabhngigkeit Indonesiens.
Alles, was die bertragung der Regierungsgewalt usw. betrifft, wird zweckmig und schnellstmglich durchgefhrt werden.

Jakarta, 17. August 1945.

Im Namen des indonesischen Volkes.

Sukarno / Hatta.

Komodo Waran

Lateinischer Name:     Varanus komodoensisWaranhaut aus Schuppen bestehend
Englischer Name:       Komodo Monitor, Komodo Dragon
Indonesischer Name:  Ora

Gre, Gewicht.
Bis zu 3,00 m und bis zu 70-80 kg sind die eigentlichen Mae der Warane. Obgleich sich in der Literatur und in zahllosen Berichten von  Exemplaren bis zu 5,00 m Lnge und entsprechenden Gewicht die Rede ist. Frisch geschlpfte Warane wiegen ca. 800 g.
Die Frbung variiert zwischen einfarbig erdfarben, der ausgewachsenen Tiere und den relativ  bunten, braun, grn, gelb und rtlich schattierten, Jungtieren. Dies lsst sich durch die Lebensweise erklren. Whrend ausgewachsene Tiere ausschlielich auf dem Boden leben, leben Jungtiere bis zu  einem Jahr auf Bumen. Der Hauptgrund dafr, dass sie auf Bumen leben ist, dass sie sonst von den Erwachsenen gefressen wrden.
Die gelbe, gespaltene Zunge ist ein wichtiges Merkmal der Komodowarane. Mit dieser nehmen sie  Gerche war. Sie sind in der Lage z.B. Aas ber eine Distanz von 8 km wahrzunehmen!

Oben

Kleine Sprachkunde

Aussprache: man spricht das Meiste fast wie man es liet, bis auf j wie dsch (Jakarta = Dschakarta); das e wird meist sehr kurz und kaum hrbar gesprochen;
Es gibt kaum Grammatik: keine Deklination, kein Konjugation, keine  Zeiten des Verbes, kein Geschlecht, keine Artikel.

Guten Morgen
Guten Tag
Guten Abend / Nacht
Wie geht es Ihnen?
Danke, gut
Ja
Nein
Entschuldigung
Danke
Ich mchte essen
Ich mchte trinken
Tee
Kaffee
Wasser

Oben

Selamat pagi
Selamat siang
Selamat malam
Apa kabar?
Baik (-baik)
Ya
Tidak
Maaf
Terima kasih
Saya mau makan
saya mau minum
teh
kopi
air  (sprich: a-ir)

eins
zwei
drei
vier
fnf
sechs
sieben
acht
neun
zehn
elf
zwlf
20
30
100
200
1000
2000

satu
dua
tiga
empat
lima
enam
tujuh
delapan
sembilan
se-puluh
se-belas
dua-belas
dua-puluh
tiga-belas
se-ratus
dua-ratus
se-ribu
dua-ribu

Whrung

Die indonesiesche Whrung heisst “Rupia”. Es gibt Scheine von 100 bis 100.000 Rupia und noch ein paar Geldstcke. Den aktuellen Wechselkurs kann man im Internet erfahren (s. Link-Seite).
Als Devisen 500_Rupiah-klein2sollte man eine gute Mischung aus Bargeld, Travellerschecks (am besten von American Express) und Kreditkarten mitnehmen. Mit Kreditkarten zu zahlen ist allerdings nur in den (teuren) Touristenzentren mglich.
Euro werden zumindest auf Java und Bali berall angenommen; US-Dollars sind berall gern gesehen. Travellerschecks haben in 100 Rupiader Regel einen etwas schlechteren Kurs als Bargeld, aber mit einem geringeren Verlustrisiko. Beim Erwerb der Travellerschecks erhlt man einen Kaufbeleg von der Bank. Dieser  gehrt, getrennt von den Schecks ins Reisegepck. Auf jeden Fall das Geld erst in Indonesien umtauschen, da man hier einem wesentlich schlechteren Kurs erhlt. Der Kurs wird von Bali nach Osten hin schlechter.

Oben                                                

Strom

Die Stromspannung betrgt (wie in Deutschland) 220 Volt. Es sind keine Adapter ntig die sog. Eurostecker passen berall. Ein wichtigeres Problem ist, dass Strom berhaupt vorhanden ist. Vor allem auf Flores kommt es hufiger zu Stromausfllen.

Oben

©Copyright:  Webmaster(at)anu-touristik.de   Alle Rechte vorbehalten.