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Hier sind ein paar Infos zu Indonesien zusammengestellt: (nach: Polyglott; Indonesien Land & Leute; zu bestellen z.B.. bei Amazon)
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Allgemein:
Tanah air = Land und Wasser 13.000 Inseln mehr als 3000 bewohnt Beiderseits des Äquators (nördl. v. Australien). Die Ausdehnung von Sumatra nach Irian Jaya im Osten entspricht der Entfernung von Europa nach Amerika.
Indonesien besitzt eine vielfältig gegliederte Landschaft. Von tropischen Regenwäldern über Bergregenwälder mit Palmen und Nadelhölzern gleichzeitig bis zu trockenen Steppen, von Vulkankegeln (bis zu 5.000m hoch) bis hin zu traumhaft weißen, gelben, roten oder schwarzen Sandständen.
Indonesiens Wahlspruch “Einheit in der Vielfalt” wird verständlich wenn man allein bedenkt welche verschiedenen Kulturen auf Indonesien existieren. Von den sogenannten “primitiven” Kulturen der Papua über verschiedene Zwischenstufen bis hin zu westlich orientierten auf Java. Dies war und ist natürlich ein Spannungsfeld.
Mit einer Bevölkerungszahl von mehr als 200 Mio. liegt Indonesien an 4. Position weltweit (1998).

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Sprache:
Es werden mehr als 300 Sprachen und Dialekte gesprochen teilweise so unterschiedlich wie Spanisch und Polnisch. Die Ursache hierfür liegt wahrscheinlich in der Tatsache, dass früher fast jede Insel ein eigenständiges Königreich war, auf manch größeren Inseln gab es sogar mehrere. Diese waren soweit räumlich voneinander getrennt, dass sich diese Sprachenvielfalt entwickeln konnte. Diese Vielfalt bedurfte auch einer Einheit: Bahasa Indonesiea, das Indonesisch. Indonesisch ist also eine geschaffene Sprache, möglichst einfach gehalten in ihrer Struktur und Grammatik, ohne Deklination ohne Konjugation ohne echte Zeiten. Die Sprache basiert auf einer Mischung aus dem Maleiischen, Balinesieschen mit einigen Niederländischen Worten.

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Geschichte:
Erste vorgeschichtliche Spuren datiert auf ca. 500.000 v.Chr. hinterließ der “Javamensch”. Im 1. Jahrhundert bringen Händler und buddhistisch Mönche den Buddhismus angefangen vom westlichen Sumatra bis nach Java. Die Blütezeit erlebt der Buddhismus etwa im 8. – 9. Jhd., in dieser Zeit entsteht auch der Borobodur und endet etwa im 12. Jhd.. Im 13. Jhd. herrscht auf Bali das hinduistische Imperium als Agrarstaat mit Reis und Gewürzhandel Ab dem 14. Jhd. geschieht ein machtvolles Vordringen des Islam. Im 16. Jhd. gelangen die Portugiesen und die Spanier auf der Suche nach den legendären “Gewürzinseln” nach Indonesien. Ende des 16. Jhd. kamen dann die Holländer ins indonesische Inselreich. Diese gründeten die “Vereinigte oostindische Companie” (VOC), rissen den Handel an sich und vertrieben die Spanier und die Portugiesen. Anfang des 20. Jhd. war ganz Indonesien niederländische Kolonie. 1942 endete die Macht Hollands nach vielen Kämpfen und Indonesien wurde brutal von Japan unterworfen.
17.08.1945 zwei Tage nach der Kapitulation Japans wurde Indonesien selbstständig und die Republik durch Sukarno ausgerufen. Zwei Jahre später wurde Sukarno Präsident. Schon damals gab es Autonomie Bestrebungen radikaler islamischer Kräfte auf den Molukken, West-Java und in Nord-Sumatra. Die antiwestliche Politik Sukarnos sollte als Ablenkung von der innenpolitischen Krise dienen. 1965 Putsch des Militärs unter Major-General Suharto 1968 wurde Suharto Präsident von Indonesien. 1975 wurde Ost-Timor (noch Kolonie der Portugiesen) gewaltsam annektiert. 1998 Die Asienkriese und allgemeine Innenpolitische Gründe führen zur Absetzung von Präsident Suharto. Mit einer Übergangsregierung von Habibi. 1999 erste freie Wahlen in Indonesien Rahman-Wahid wird erster gewählter Präsident und Frau Megawati Sukarnoputri Vizepräsidentin. 2001 Abdul Rahman-Wahid wird seines Amtes enthoben und Frau Megawati wird als erste Frau in der Geschichte Indonesiens Präsidentin.

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Religion:
Der Glauben an einen allmächtigen Gott – welcher Religion auch immer – Hinduismus, Buddhismus, Islam, Christentum, und vorhandene magisch-mystische Vorstellungen steht als Leitsatz über alle indonesischen Religionen. Vermutlich diese gemeinsamen Wurzeln bedingen ein relativ friedliches Miteinander. 87% der Bevölkerung sind Anhänger des Islam. Von radikalen Formen mit islamischen Recht wie z.B. in Aceh in Nordsumatra bis zum sog. “Tropen Islam” als sehr liberale, hinduistisch islamische Mischform mit einem Gott und vielen kleineren Göttern. Auf Bali hat sich eine eigene Form des Hinduismus entwickelt. Ihr oberster Gott ist eine Einigkeit der drei Götter: Brahma, Vishnu und Shiva. Es wird immer nach Harmonie gestrebt. Dem Oberirdischen wird gehuldigt, das Unterirdische muß besänftigt werden. 10% sind Christen wobei 1/3 davon katholisch sind (Flores, Ambon, Timor) und der Rest protestantisch (Nordsumatra, Sulawesi) Der Animismus, mit offiziell unter 1% Angehörigen, ist aber noch recht weit verbreitet und es gibt viele Mischformen mit all den anderen Religionen. Ahnenkult, Geisterbeschwörungen, Schamanen, Magie sind in Indonesien noch allgegenwärtig. Konflikte zwischen den Angehörigen der verschiedenen Religionen, lassen sich oft nicht nur auf die Religion zurückführen. Ethnische und vor allem wirtschaftliche Gründe spielen eine große Rolle. Diese haben ihren Ursprung in der Kolonialzeit und der Migrationspolitik.
Die Chinesen (knapp 3%) im Land, meist Christen oder Buddhisten, heben sich von der Mehrheit der Bevölkerung durch ihren Wohlstand und ihren Unternehmergeist ab. Ihre Vorfahren waren Kaufleute und Händler aber auch Arbeitskräfte auf den Plantagen der Kolonialzeit. Sie stellen heute die wirtschaftlich stärkste Gruppe, sie kontrollieren ca. 70% des privaten Reichtums, sowie ein Großteil des Verkaufs- und Banksektors. Auch der zwiespältige Kurs Suhartos trug nicht zur Verbesserung ihres Ansehens in der Bevölkerung bei. Zum Einen unterstützte er einige chinesische “Freunde”, zum anderen wollte er eine nationale Einheit schaffen, indem er chinesische Sprachbücher und Lesematerial verbot, aber wiederum in den “einheitlichen” Ausweisen die Ethnische Herkunft der Chinesen gekennzeichnet war.

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Aberglaube
Aninmismus, der Glaube an die Beseeltheit und die Kräfte der Natur ist bei allen Völkern Indonesiens noch immer fest verwurzelt und ein mehr oder weniger wichtiger Bestandteil des indonesischen Alltags. Geisterhaft Naturmächte hausen in Bäumen, Flüssen, auf Bergen und anderen besonderen Orten. Sie bestimmen über Glück oder Unglück, Krankheit oder Gesundheit. Die Rituale mit diesen Geistern, Dämonen, Hexen und Ungeheuern sind von Insel zu Insel, ja von Gebiet zu Gebiet unterschiedlich. Doch wie so oft, habt das Böte eine Gemeinsamkeit: es kann abgewendet werden und zwar durch Bestechung. Es gilt: je höher die Bestechung, desto größer der Schutz und das Wohlwollen der Geister. So unterschiedlich das Heer von Dämonen und bösen Geistern ist so unterschiedlich auch die Vorgehensweise. An den bekannten Orten werden deshalb kleine Opfergaben, wie Blumen, Reis Obst oder Weihrauch ausgebracht. Im Geisterglaube auf Bali z.B. gibt es manche Dämonen, die anscheinend nicht besonders intelligent, dafür aber und so schneller in der Fortbewegung sind. Diese Dämonen lassen sich einfach dadurch fernhalten, dass eine Mauer direkt hinter den Eingangstor plaziert diese Dämonen abhält, sie laufen einfach gegen die Wand! Weit verbreitet sind Amulette, Talismane, Fetische und Glückszeichen. Mit Zeremonien werden z.B. bei einem Bauvorhaben die Geister ausgetrieben. Eine wichtige Rolle als Mittler zwischen den Welten spielt der Dukun. Eine Art Medizinmann, der bei allen wichtigen Ereignissen, wie Familienzeremonien, Aussaat oder Ernte und bei Erkrankungen gerufen wird. Er kann schwarze Magie abwenden Kranke heilen und vermag die Zukunft zu sehen.

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Wirtschaft / Export:
Die große asiatische Wirtschaftskrise traf Indonesien besonders hart. Durch den Anstieg der Lebenshaltungskosten, besonders durch die Erhöhung der Preise von vorher subventionierten Grundnahrungsmitteln, sind viele Menschen mit geringen Einkommen unter das Existenzminimum gefallen. Devisen bringen in Indonesien vor allem der Export von Öl und Gas (weltgrößter Exporteur), Holz, Gummi, Bekleidung und landwirtschaftliche Produkte wie Reis , Mais, Soja, Kakao.... die wichtigsten Handelspartner waren 1998 Japan, USA und Singapore.

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Ikat (indon. für abbinden, abdecken)
Noch heute finden die alten Webgeräte mit Rückengurt und Joch in nahezu ursprünglicher Form Verwendung. Es gibt verschiedene Arten von Ikatweberei. Der Kettikat, der Schußikat und der Doppelikat. Beim Kettikat wird das Muster nur in die Kettfäden und beim Schussikat nur in die Schußfäden gebracht. Bein Doppelikat werden beide, sowohl Kett- als auch Schußfäden mit dem Muster versehen. Dies geschieht durch abbinden der einzelnen Fäden mit Bast o. ä., so dass die Farbe beim mehrfachen Färben nicht unter die Knoten läuft. Anschließend müssen die gefärbten Fäden in der richtigen Position verwoben werden. Beim Doppelikat ist die mit einer sehr großen Präzision verbunden. Das Wissen über diese Technik wird nur mündlich von Mutter zur Tochter überliefert. Traditionell werden nur Naturfarben z.B. Indigo verwendet. Diese werden aber nach und nach durch Anilinfarben ersetzt. Das Weben ist reine Frauensache und war früher eine rituelle Handlung. Die Muster sollten gegen verschiedene Krankheiten, böse Geister und anderes Übel Schutz bieten. Sogar die Baumwolle wurde rituell nur an bestimmten Tagen gepflanzt und geerntet. Trotz der Veränderungen spielt der Sarong heute noch als Hochzeitsgabe und bei Zeremonien, sowie als Familienschatz eine große Rolle. Der Einfluss der verschiedenen Religionen in den Mustern ist nicht zu Übersehen. Während sich der Hinduismus noch mit den vorhandenen Naturreligionen vermischte, veränderte der später massiv sich verbreitende Islam die ursprünglich weiblichen Gottheiten als Muster zu Symbolen männlicher Macht. Auch der Einfluss des Christentums wird deutlich, durch die häufigere Verwendung von christlichen Symbolen und weniger körperlichen Darstellungen. Die noch am ursprünglichsten Muster mit teilweise stark abstrahierten weiblichen Mustern z.B. der Gebärhaltung sind wohl noch auf Mittel-Flores zu finden. einzigartig sind dort auch die dreigeteilten Ikat-Sarong mit einen getrennten Mittelteil, das meist ein Rauten- oder Floralmuster zeigt.

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PROKLAMASI
Kami bangsa Indonesia desgan ini menjatakan Kemerdekaan Indonesia. Hal-hal jang mengenai pemindahan kekoeasaan d.l.l. diselenggarakan denga tjara saksama dan dalem tempo jang sesingkat-singkatnja.
Djakarta, hari 17 boelean 8 tahoen 45.
Atas nama bangsa Indonesia.
Soekarno / Hatta.

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ERKLÄRUNG
Wir, das Volk von Indonesien, erklären hiemit die Unabhängigkeit Indonesiens. Alles, was die Übertragung der Regierungsgewalt usw. betrifft, wird zweckmäßig und schnellstmöglich durchgeführt werden.
Jakarta, 17. August 1945.
Im Namen des indonesischen Volkes.
Sukarno / Hatta.
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Komodo Waran
Lateinischer Name: Varanus komodoensis Englischer Name: Komodo Monitor, Komodo Dragon Indonesischer Name: Ora
Größe, Gewicht. Bis zu 3,00 m und bis zu 70-80 kg sind die eigentlichen Maße der Warane. Obgleich sich in der Literatur und in zahllosen Berichten von Exemplaren bis zu 5,00 m Länge und entsprechenden Gewicht die Rede ist. Frisch geschlüpfte Warane wiegen ca. 800 g. Die Färbung variiert zwischen einfarbig erdfarben, der ausgewachsenen Tiere und den relativ bunten, braun, grün, gelb und rötlich schattierten, Jungtieren. Dies lässt sich durch die Lebensweise erklären. Während ausgewachsene Tiere ausschließlich auf dem Boden leben, leben Jungtiere bis zu einem Jahr auf Bäumen. Der Hauptgrund dafür, dass sie auf Bäumen leben ist, dass sie sonst von den Erwachsenen gefressen würden. Die gelbe, gespaltene Zunge ist ein wichtiges Merkmal der Komodowarane. Mit dieser nehmen sie Gerüche war. Sie sind in der Lage z.B. Aas über eine Distanz von 8 km wahrzunehmen!

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Kleine Sprachkunde
Aussprache: man spricht das Meiste fast wie man es ließt, bis auf j wie dsch (Jakarta = Dschakarta); das e wird meist sehr kurz und kaum hörbar gesprochen; Es gibt kaum Grammatik: keine Deklination, kein Konjugation, keine Zeiten des Verbes, kein Geschlecht, keine Artikel.
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Strom
Die Stromspannung beträgt (wie in Deutschland) 220 Volt. Es sind keine Adapter nötig die sog. Eurostecker passen überall. Ein wichtigeres Problem ist, dass Strom überhaupt vorhanden ist. Vor allem auf Flores kommt es häufiger zu Stromausfällen.

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